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„TERRORVERBINDUNGEN“

Nach US-Rausschmiss: Schiri in Somalia gefeiert

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Der wegen angeblicher Verbindungen zu einer Terrororganisation von den USA ausgewiesene WM-Schiedsrichter Omar Artan ist bei seiner Rückkehr in die somalische Heimat als Held empfangen.


Er sprach bei seiner Ankunft in der Hauptstadt Mogadischu von „Schicksal“. „Ich bin jetzt zurück in meiner Heimat. Und es gibt keinen anderen Platz, wo ich sein will“, meinte der Referee.

Bild: EPA/SAID YUSUF WARSAME

Als Ehrengast geladen wurde er bei einem Fußballspiel von Tausenden Anhängern umjubelt. Somalias Regierungschef Hamza Abdi Barre sagte: „Er hat die Herzen von Millionen gewonnen und sich einen Platz in der Geschichte gesichert.“

Zuvor war bekannt geworden, dass Sicherheitsbedenken wegen angeblicher Verbindungen zu einer Terrororganisation der Grund für die verweigerte Einreise des für die WM vorgesehenen Schiedsrichters waren. Die Überprüfung am Flughafen in Miami habe bei Artan „Verbindungen zu mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen“ ergeben, teilte ein namentlich nicht genannter US-Regierungsvertreter dem Nachrichtensender CNN mit. Einzelheiten habe er nicht genannt.

Bild: EPA/SAID YUSUF WARSAME

Somalia gehört zu den 39 Staaten, deren Staatsangehörige von den verschärften Einreisebestimmungen der US-Regierung von Präsident Donald Trump betroffen sind. Bürger dieser Länder werden bei der Einreise zusätzlichen Überprüfungen unterzogen. Die Grenzschutzbehörde CBP hatte im Fall Artan „Bedenken im Rahmen der Sicherheitsüberprüfung“ angeführt, ohne nähere Angaben zu machen.

Bild: EPA/SAID YUSUF WARSAME

Artan war 2025 als Afrikas bester männlicher Schiedsrichter ausgezeichnet worden. Der afrikanische Fußballverband hatte ihn als einen von sieben afrikanischen Unparteiischen für die diesjährige Weltmeisterschaft ausgewählt. Er wäre der erste Somalier gewesen, der bei einer WM als Schiedsrichter im Einsatz ist.

Fragen zur Terrormiliz Al-Shabaab
Artan war via Nairobi und Istanbul angereist und wollte am Samstag in Miami in die USA einreisen. US-Grenzbeamte hätten ihn zu seiner Reise sowie zur politischen Lage in Somalia befragt, vor allem zur islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab, die in Teilen des Landes aktiv ist und seit Jahren gegen die somalische Regierung kämpft.


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